Partner in der Gesundheitsversorgung

Gemeinsam aktiv – für eine gute Gesundheitsversorgung: Der MDK Baden-Württemberg legt besonderen Wert auf ein konstruktives und partnerschaftliches Miteinander mit den Kolleginnen und Kollegen in der Pflege, in Kliniken oder in der Praxis. Daher bieten wir Ärztinnen und Ärzten sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Pflegeeinrichtungen, Pflegediensten oder Krankenhäusern Informationen zu verschiedenen Themen unserer täglichen Zusammenarbeit.

Informationen für...

...ambulante
Pflegeeinrichtungen

weiter Hier finden Sie Informationen zur Pflegebegutachtung durch die Gutachterinnen und Gutachter des MDK – sowie zu unseren Qualitätsprüfungen in ambulanten Pflegeeinrichtungen.

...stationäre
Pflegeeinrichtungen

weiter Hier finden Sie Informationen zur Pflegebegutachtung durch die Gutachterinnen und Gutachter des MDK – sowie zu unseren Qualitätsprüfungen in teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen.

...behandelnde Kliniken

weiter
Für Ihr professionelles Entlassmanagement finden Sie hier aktuelle Informationen, Formulare und Arbeitshilfen rund ums Thema Pflegeüberleitung.

Ärztliche Schweigepflicht und gesetzliche Offenbarungspflicht

Die ärztliche Schweigepflicht ist von grundlegender Bedeutung für das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient. Zugleich benötigen die ärztlichen Gutachterinnen und Gutachter des MDK für ihre Stellungnahmen oft die Berichte und Befunde ihrer niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen.

Daher formuliert eine Reihe von Gesetzen Ausnahmen von der ärztlichen Schweigepflicht – und verpflichtet Vertragsärztinnen und -ärzte sogar zur Übermittlung von Patientendaten. Die Offenbarungspflicht gegenüber dem MDK – zum Zweck gutachterlicher Stellungnahmen und Prüfungen – ergibt sich aus § 276 Abs. 2 SGB V. In diesen gesetzlich geregelten Fällen bedarf es keiner Einwilligungs- oder Schweigepflichtsentbindungserklärung Ihrer Patientinnen und Patienten.

Die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union (EU-DSGVO) gilt seit dem 25. Mai 2018. Die Bestimmungen sind auch für Ärztinnen und Ärzte relevant. Allerdings haben sich durch die EU-DSGVO die Rechtsgrundlagen unserer Übermittlungsersuchen bislang nicht geändert.

Entsprechend dieser gesetzlichen Offenbarungspflichten bitten wir Sie auch weiterhin um Ihr Mitwirken: Bitte übersenden Sie uns die erforderlichen Unterlagen und Informationen.

Weitere Informationen zum Datenschutz und den Offenbarungspflichten:
Landesärztekammer Baden-Württemberg
Bundesärztekammer

Antworten auf häufig gestellte Fragen in der Pflegebegutachtung

Unser Kunde hat uns als Pflegedienst gebeten, bei der Begutachtung anwesend zu sein. Wir können aber nicht den ganzen Tag bleiben. Wie erfahre ich, wann der Gutachter wirklich kommt?
Die Tourenplanung erfolgt mit Hilfe eines EDV-Programms. Ihr Kunde/der Versicherte erhält einen Anmeldebrief, in dem das Datum der Begutachtung sowie ein Zeitkorridor von zwei Stunden angegeben ist (z. B. 8:30 Uhr bis 10:30 Uhr). In diesem Zeitfenster wird unsere Gutachterin oder unser Gutachter eintreffen. 

Unser Heimbewohner hat einen gesetzlichen Betreuer. Muss dieser bei der Begutachtung anwesend sein?
Nein. Hilfreich ist die Anwesenheit einer Pflegeperson, die den Bewohner kennt und Auskunft zum Gesundheitszustand und Hilfebedarf geben kann. Dies muss nicht der Betreuer sein.

Unser Patient benötigt vor der Entlassung aus dem Krankenhaus dringend Hilfsmittel (Pflegebett, Toilettenstuhl, Badelifter). Auch muss ein Pflegedienst organisiert werden. Die Finanzierung ist nicht gesichert. Können wir zur Beschleunigung des Verfahrens den Pflegeantrag und die Hilfsmittelverordnung direkt an den MDK senden?
Nein. Der MDK kann grundsätzlich nur im Auftrag der Kranken- und Pflegekassen tätig werden. Senden Sie die Unterlagen (am besten per Fax) direkt an die Pflegekasse des Patienten. Diese wird den Begutachtungsauftrag umgehend an den MDK weiterleiten.